Misch-Masch-Automat

Der Misch-Masch-Automat (engl. hodge podge cellular automaton) kann für die Simulation von chemischen Reaktionen verwendet werden. Ein Beispiel ist die Simulation von Reaktionen in/an einem Katalysator. Durch die Katalyse heizt sich der Katalysator auf und verliert seine katalytische Wirksamkeit. Wenn er abkühlt, gewinnt er sie wieder. Es handelt sich also um einen oszillierenden chemischen Prozess, der durch einen Misch-Masch-Automaten simuliert werden kann. Er wurde von Martin Gerhard und Heike Schuster entwickelt.

Der Misch-Masch-Automat ist ein zellularer Automat. Der Automat arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Es gibt gesunde, infizierte und kranke Zellen. Wie stark eine Zelle infiziert ist, wird durch eine Zahl ausgedrückt. Jede Zelle berechnet ihren Infektionsgrad aus den Nachbarzellen und erhöht ihn um ein vorgegebenes Maß. Ist der maximale Infektionsgrad erreicht, so ist sie krank. Im nächsten Schritt wird aus einer kranken eine gesunde Zelle. Der Grad der Infektion fällt auf Null zurück.

Misch-Masch-Automat Java Application

Die folgende Java Application implementiert einen Misch-Masch-Automaten: MischMasch.jar. Da in die Berechnung verschiedene Parameter einfließen, ist diese Java Application hier nur ein Beispiel für einen Misch-Masch-Automaten. Es gibt unendlich viele.

Bild eines Misch-Masch-Automaten

Bedienungsanleitung:
Bitte laden sie sich die Java Application auf ihren Rechner. Starten sie die Application und klicken in das Fenster. Begonnen wird mit einer zufälligen Ausgangskonfiguration. Bild für Bild läuft die Simulation ab. In den ersten Minuten "schwingt" sich das System ein. Darum etwas Geduld.

 
 
 
 

Ressourcen

   
Regeln des Misch-Masch-Automaten .pdf
Executable Jar des Misch-Masch-Automaten MischMasch.jar
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Literatur

[1] The computational beauty of nature, Gary William Flake, MIT Press, 2000

 
 




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